Fundacion Aguas Bravas, Projekte

Jahresbericht Fundación Aguas Bravas 2019

Der Weltladen unterstützt seit vielen Jahren das Projekt Fundación Aguas Bravas in Nicaragua des Vereins Wildwasser Arbeitsgemeinschaft gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen e. V.

Folgenden Jahresbericht haben wir erhalten und geben ihn hier gern an unsere Spender und Unterstützer weiter:

„Das Jahr 2019 war – wie das Vorjahr – aufgrund der anhaltend schwierigen politischen Situation ein Jahr vieler Herausforderungen, sowohl für die eigene Organisation als auch für jene Gruppen, Organisationen und Universitäten, mit denen ABN zusammenarbeitet, Fortbildungen zur Prävention, Seminare und Lehrveranstaltungen über die Folgen sexueller Gewalt in der Kindheit durchführt.

Der sexuelle Missbrauch in der Kindheit ist in Nicaragua nach wie vor ein sehr ernstes Problem, insbesondere auch deshalb, weil der Machismus in diesem Land ihn sozusagen “gesellschafsfähig” macht. Außerdem hat Nicaragua in den beiden letzten Jahren leider einen gravierenden Abbau der Menschenrechte erlebt. Und die Polizei arbeitet immer weniger zum Schutz ihrer Bürger*innen, sondern mehr zum Schutz des inzwischen diktatorischen Regimes.
Diese unsichere Situation hat sich natürlich auch auf das Leben der Betroffenen erwachsenen Frauen ausgewirkt, die Unterstützung bei ABN suchen (Einzeltherapie, Selbsthilfegruppen und Körperarbeit werden angeboten). Und Aguas Bravas hat auch Schutzmaßnahmen für das Personal getroffen. Z. B. wurde eine Arbeitszeit nach 17:00 Uhr vermieden auf grund der politischen Unsicherheit und gestiegener Kriminalität.

Die Therapeutinnen von ABN wurden in diesem Jahr mit Situationen extremer Gewalt konfrontiert, wie z. B. durch Berichte von Frauen über Folter durch Vergewaltigungen, die sie nach ihren Verhaftungen erlebt haben.
Ein herzliches Dankeschön für Eure nun schon mehrjährige Förderung. Durch sie wird die Bedeutung und Nachhaltigkeit der in ABN geleisteten Arbeit gestärkt und gewährleistet. Dank auch an Eure Mitarbeiter*innen und Kund*innen.

Euch allen geruhsame Weihnachten und einen gesunden Start ins neue Jahr wünscht das Team von Aguas Bravas Nicaragua“

Damit wir das Projekt weiter unterstützen können, freuen wir uns über Ihre Spende  oder Ihren Besuch des Weltladens.

Lippstadt Kaffee, Weltladen

Lippstadt Kaffee für Eugen Drewermann

 

 

 

Bei der Maikundgebung des DGB auf dem Rathausplatz in Lippstadt kritisierte Eugen Drewermann den Kapitalismus als ein „System, das kniehoch durch Blut watet“. Er erläuterte u.a. Hintergründe und Zusammenhänge bezüglich aktueller Themen wie Waffenhandel, Sozialabbau, Flüchtlingspolitik und Welthandel. Im Anschluss an seinen brillianten Vortrag sprachen ihn Ulla Ley und Maria Stijohann (Mitarbeiterinnen des Ökumenischen Initiativkreises Eine Welt) an und schenkten ihm eine Tüte fair gehandelten Lippstadt-Kaffee aus dem Weltladen, für den er sich herzlich bedankte.

 

Projekte, Weltladen

Am 10. Mai 2014 ist Weltladentag!

„Mensch. Macht. Handel. Fair.“

Das ist das Motto des diesjährigen Weltladentag

Er ist ein Tag zum Aufrufen, Hinschauen, Mitmachen. Vor und im Weltladen in der Marktstr. 3 bietet das Fachgeschäft für fairen Handel Informationen zu den Arbeits- und Produktionsbedingungen in der sogenannten 3. Welt. Vor allem geht es um die großen Supermarktketten auf dem Lebensmittelmarkt. 90% des deutschen Lebensmittelmarktes werden von den 5 größten Supermarktketten kontrolliert und das hat Folgen. Gezeigt werden soll, welche negativen Auswirkungen dies für die Produzenten -sprich Bauern und Kleinbauern- und für die Verbraucher hat. Ein großes Bodenplakat vor dem Weltladen und andere Aktionen bieten interessante Informationen; Passanten und Besucher werden aufgefordert mit zu diskutieren und aktiv zu werden.

Wir freuen uns auf Sie

Hausbau Nicaragua, Heilpflanzen Nicaragua, Presse, Projekte

Der Eine-Welt-Kreis unterstützte in Nicaragua den Bau einfacher Häuser und die Wiederentdeckung von Heilpflanzen

LIPPSTADT. Nicaragua, eines der ärmsten Länder in Mittelamerika, ist Hauptempfänger der Hilfe, die der Ökumenische Initiativkreis „Eine Welt“ seit vielen Jahren für Projekte in der „Dritten Welt“ leistet. Seit nunmehr fünf Jahren unterstützt der Lippstädter Verein – nicht zuletzt dank der Spendenbereitschaft der Bevölkerung – ein Hausbau-Projekt in Leon, ferner wurde der Wiederaufbau einer vom Hurrikan „Mitch“ zerstörten Siedlung in dem Ort Polotega gefördert. Und schließlich dient ein Medizin-Projekt der „Wiederentdeckung“ von Heilpflanzen, mit deren Hilfe die medizinische Versorgung der verarmten Bevölkerung verbessert werden soll.

Zu dieser Art der Entwicklungshilfe gehört, dass die Projektpartner regelmäßig über den Stand der Maßnahmen unterrichtet werden. So erreichte die Lippstädter kürzlich ein Brief von Daniel Saulo Palma, dem Koordinator der Hausbau-Maßnahme in Leon, einer Stadt mit etwa 100 000 Einwohnern unweit der Pazifikküste.

In dem Stadtteil „El Calvarito“ leben die sozial schwächsten Menschen der Universitätsstadt. Hier fördert der Lippstädter Eine-Welt-Kreis seit 1997 ein Projekt, bei dem die einfachen Hütten aus Wellblech und Pappe abgerissen und an ihrer Stelle Steinhäuser errichtet werden, die dann auch den extremen Wetterverhältnissen in der Region trotzen können. Zur Erinnerung: 1998 hatte der Hurrikan „Mitch“ in ganz Mittelamerika schwere Zerstörungen angerichtet.

Die „Eine Welt“-Mitglieder Anne Kämper und Dr. Angelika Balmes konnten sich bei einem Besuch in Mittelamerika Mitte vergangenen Jahres selbst ein Bild von der Notwendigkeit des Projekts machen. „Die Menschen“, sagt Anne Kämper, „leben teilweise mit bis zu zehn Personen in einem aus Pappe und Wellblech zusammengezimmerten Raum ohne sanitäre Versorgungen.“ Und die Ärztin Dr. Angelika Balmes, die von 1988 bis 1993 in Nicaragua tätig war und im kommenden Sommer erneut vor Ort sein wird, berichtet von katastrophalen medizinischen Folgen. „Viele Krankheiten, die häufig auch zum Tode führen, da ein Arzt nicht bezahlt werden kann, resultieren aus den unzureichenden Wohnverhältnissen.“

Zustände, die zumindest für einige Familien inzwischen der Vergangenheit angehören. So berichtete Daniel Saulo Palma, dass seit dem Besuch der Lippstädterinnen die ersten drei Häuser errichtet worden sind.

Zunächst überprüft eine Kommission die Bedürftigkeit der Menschen. Gebaut wird, wie Anne Kämper sagt, das neue Ein-Raum-Haus übrigens in Selbsthilfe. Kosten für ein solches Steinhaus: gut 1 000 Euro.

Darüber hinaus förderte der Eine-Welt-Kreis auch mit 23 000 Euro den  Wiederaufbau von 55 Häusern in einer vom Hurrikan „Mitch“ zerstörten Siedlung in Posoltega, etwa 50 Kilometer nördlich von Leon.

Ein weiteres Projekt, das die „Eine-Welt“-Mitglieder nicht zuletzt dank der Spenden aus der Lippstädter Bevölkerung unterstützen können, fördert Anbau, Verbreitung und Einsatz von Heilpflanzen in Tipitapa. Dr. Angelika Balmes: „Da die Möglichkeit einer ärztlichen Behandlung in Nicaragua davon abhängig ist, was man verdient, kann man sich unschwer vorstellen, dass die wenigsten Menschen in ihrem Leben einen Arzt aufsuchen können.“ In dem Projekt geht es darum, traditionelle Heilpflanzen wieder zu entdecken. Die Menschen lernen Anbau und Wirkungsweise der Pflanze kennen und haben bereits eine kleine „Apotheke“ zusammengestellt.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Tel: 02941  – 57496

Presse, Projekte

Musikschule unterstützt Arbeit des Ökumenischen Initiativkreises in Nicaragua

LIPPSTADT. Mit einer großzügigen Spende in Höhe von 1800 Euro unterstützt die Lippstädter Musikschule die Arbeit des Ökumenischen Initiativkreises „Eine Welt“ in Nicaragua. Das Geld soll für kulturelle Projekte für Kinder in der Stadt Tipitapa verwendet werden.Die Summe ist der Reinerlös der Tanztheater-Collage „Die Musikschule ermittelt“, die im April in Zusammenarbeit mit der niederländischen Musikschule Oisterwijk im Stadttheater aufgeführt wurde (wir berichteten).“Wir hatten immer schon mal überlegt, wie wir das Tipitapa-Projekt unterstützen können“, erklärte Musikschulleiter Wolfgang Streblow bei der symbolischen Scheckübergabe im „Eine-Welt“-Laden an der Marktstraße. Dagmar C. Weinert, die die Musikschul-Aufführung geleitet hatte, betonte ebenso wie Wolfgang Streblow die Notwendigkeit des globalen Denkens auch im kulturellen Bereich.

Im Juli werden vier Frauen des Initiativkreises gemeinsam mit der Lippstädter Künstlerin Alice Bialach nach Tipitapa reisen. Bialach hat im letzten Jahr gemeinsam mit dem in Nicaragua lebenden Maler Daniel Pulido das Wandbild am Arbeitsamt gemalt. Im Sommer soll das „Gegenstück“ in Tipitapa entstehen. Bei dieser Reise will sich der Initiativkreis vor vor Ort über die Verwendungsmöglichkeiten für das Geld informieren.

Lippstadt Kaffee, Presse, Projekte

Beste Bohne mit Lokalkolorit: LP-Kaffee bald im Ausschank

Eine-Welt-Kreis wirbt mit Unterstützung des Bürgermeisters in Cafes, Restaurants und Betrieben für fair gehandelten Kaffee / Drei Cent Aufpreis pro Tasse / „Sehr bekömmlich“

LIPPSTADT. Er ist von erlesener Qualität, in die Tüte kommen nur beste Bohnen aus dem Hochland Nicaraguas, er wird biologisch angebaut und zudem fair gehandelt. Und schließlich hat der Kaffee noch etwas ganz Besonderes: Lokalkolorit. Ende September kommt der „Lippstadt-Kaffee“ in den heimischen Handel.

Die Idee zum „LP-Kaffee“ hatte der Ökumenische Initiativkreis „Eine Welt“, der den Eine-Welt-Laden in der Marktstraße betreibt. Damit griff die Gruppe mit Unterstützung der „Lokalen Agenda“-Arbeitsgruppe eine Aktion auf, die bereits in mehreren Städten in NRW erfolgreich läuft. Das Ziel ist es, den Anteil fair gehandelten Kaffees (derzeit bei unter einem Prozent) dadurch zu erhöhen, dass sich „die Verbraucher mit dem Kaffee ihrer Stadt identifizieren“, wie Ulla Ley vom Eine-Welt-Kreis sagt. Motto: „Raus aus den Weltläden – rein in die Rathäuser und Supermärkte“.

Eine „bemerkenswerte Initiative“, so Bürgermeister Wolfgang Schwade in einem Empfehlungsschreiben. Mit seinem Brief und einem Probepäckchen wollen die „LP-Kaffee“-Initiatoren in den kommenden Wochen auf die Suche nach möglichen Abnehmern (Cafes, Kantinen, Betriebe, Supermärkte etc.) gehen.

Ein größerer Kunde ist bereits gefunden: Die Stadt schenkt künftig bei Empfängen und anderen Anlässen „LP-Kaffee“ aus, tun Besucher künftig mit jedem „Schlock“ des schwarzen Gebräus etwas für den fairen Welthandel. Einige kleinere Läden machen ebenfalls mit. Für den Vertrieb des in drei Röstungen angebotenen Kaffees konnte die INI gewonnen werden.

Der Kaffee – „ein hochwertiger Arabica“, so Ulla Ley – stammt von Plantagen, die von nicaraguanischen Genossenschaften betrieben werden. Handelspartner der Kleinbauern sind Organisationen wie die Gepa oder die in Ravensburg ansässige Organisation „Dritte-Welt-Partner“, über die der „LP-Kaffee“ bezogen wird. Sie zahlen den Kaffeeproduzenten nicht nur einen deutlich höheren als den Weltmarktpreis, sondern investieren auch in die soziale Infrastruktur vor Ort. Das macht denn auch, so Ulla Ley, den Unterschied zu solchen fair gehandelten Kaffeesorten aus, wie sie üblicherweise in Supermärkten zu finden sind.

Auch der ökumenische Initiativkreis ist seit Jahren in Nicaragua aktiv. Die Lippstädter unterstützen in Tipitapa, einer 140 000 Einwohner zählenden Stadt 25 Kilometer nordöstlich von Managua, unter anderem ein Heilpflanzen-Projekt zur Gesundheitsförderung.

Natürlich hat fairer Handel seinen Preis. Und so kostet das Pfund „LP-Kaffee“ mehr als sieben Euro und damit deutlich mehr als konventioneller Kaffee. Was indes pro Tasse lediglich drei Cent Aufpreis ausmacht, der zudem noch dadurch gemindert wird, dass „der Lippstadt-Kaffee ergiebiger als die üblichen Kaffeemischungen ist“, wie Ulla Ley erklärt.

Einen größeren Test hat der „LP-Kaffee“ bereits bestanden. Beim „Markt der Möglichkeiten“ stellten die Senioren dem Kaffee aus Mittelamerika gute Noten aus, bewerteten ihn als „sehr bekömmlich und aromatisch“.

hei

Projekte, Wandmalprojekt Mural Global

Wandmalaktion „Mural Global“

„Mural Global“ Tipitapa/Nicaragua – Lippstadt

Vom 19.05. bis 29.06.2001 fand in Lippstadt die AGENDA 21 – Wandmalaktion „Mural Global“ statt. Auf Anregung und unter der Federführung des Ökumenischen Initiativkreises „Eine Welt“ wurde die Giebelseite des neuen Arbeitsamtes an der Woldemei von zwei Künstlern gemeinsam gestaltet und bemalt: der Lippstädterin Alice Bialach und Daniel Pulido aus Leon/Nicaragua.

Das Gegenprojekt dazu mit den beiden genannten Künstlern findet nun in diesem Sommer vom 22.7. bis 8.8. in Tipitapa / Nicaragua statt. Es soll gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen verwirklicht werden.

– Tipitapa, eine Stadt mit ähnlicher Einwohnerzahl wie Lippstadt (ca. 75.000) hat schon eine Reihe inoffizieller Verbindungen nach Lippstadt. Angelika Balmes hat als Ärztin dort mehrere Jahre gelebt und gearbeitet. In diesem Rahmen gibt es eine ganze Reihe von persönlichen Kontakten im Entwicklungs- und Gesundheitsbereich und zur kommunalen Verwaltung.

– Der Ökumenische Initiativkreis unterstützt seit Jahren ein Heilpflanzenprojekt von Frauen in Tipitapa.

– Die Bürger Lippstadts und die Stadtverwaltung haben ihre Verbundenheit mit Nicaragua eindrucksvoll unterstrichen, als sie vor drei Jahren für die unter den Folgen des Wirbelsturms „Mitch“ leidende Bevölkerung auf einen Aufruf des Eine-Welt-Ladens hin mehr als 100.000 DM aufbrachten .

– Im Zuge von „mural global“ ist nun zu dieser Stadt vom Ökumenischen Initiativkreis eine Städtefreundschaft angedacht und in die Wege geleitet worden. Die Stadt Lippstadt hat die Idee im Rahmen der AGENDA 21 freundlich aufgenommen und ein Informationsfaltblatt dazu veröffentlicht mit der Bitte um möglichst breite Mitwirkung vieler Bürger.

– Die Musikschule Lippstadt hat den Erlös einer großen Veranstaltung Mitte April diesen Jahres in Höhe von 1800 EURO für kulturelle und musische Projekte mit Kindern und Jugendlichen in Tipitapa zur Verfügung gestellt.

– Auch die städtische Bücherei hat ihre Unterstützung für die Idee zugesagt.

– Vier Frauen des Ökumenischen Initiativkreises werden die Künstlerin Alice Bialach nach Nicaragua begleiten und vor Ort Kontakte zu entsprechenden kulturellen, gewerkschaftlichen, Gesundheits-, Erziehungs- und Frauen-Organisationen neu knüpfen bzw. bestehende Verbindungen vertiefen und ausbauen. Auf der Grundlage der konkreten Ergebnisse dieser Reise wird es dann wiederum in Lippstadt möglich weiterzuarbeiten in der gewünschten Richtung einer Städtefreundschaft in größerem Rahmen.

– Darüber hinaus bereitet der Weltladen Lippstadt für Ende September diesen Jahres die Einführung eines „LIPPSTADT-Kaffees“ mit ökologisch angebautem, fair gehandeltem Kaffee aus Nicaragua (von der Kooperative Cosatin über dwp-Ravensburg) im Rahmen der AGENDA 21 vor.

Für den Ökumenischen Initiativkreis „Eine Welt“ Ulrike Christen

Mörikeweg 26

59555 Lippstadt

UlrikeChristen@gmx.de