Zum Jubiläum pflanzt der Weltladen einen Apfelbaum

Pflanzaktion eines Apfelbaumes der Sorte „Schöner aus Wiedenbrück“

Treu dem Motto Martin Luthers „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ haben Mitglieder des Ökumenischen Initiativkreises „Eine Welt“ e.V. und des Weltladens am 12.11.2021 einen Apfelbaum „Schöner aus Wiedenbrück“ gepflanzt. Er steht nun als Zeichen der Hoffnung ganz im Sinne des Reformators Martin Luther, dem diese Äußerung zugeschrieben wird. Zuversicht und Tatkraft, die Welt zu einem besseren Ort zu gestalten, soll dieser Apfelbaum symbolisieren. Die Idee, gerade diese Sorte zu pflanzen, kam von dem Imker Siegfried Lau aus Cappel, der sich auch für die Stiftskirche engagiert. Als Standort des Baumes hat der Initiativkreis schließlich das Gelände der Stiftskirche in Cappel ausgesucht. Vorher aber noch standen beratende Gespräche mit dem Bauamt der Stadt Lippstadt, mit Gärtnern und dem Pfarrer Dr. Roland Hosselmann.

Es ist nicht irgendeine Sorte, sondern stammt aus Westfalen, aus Wiedenbrück, ist also eine heimische Sorte. Deshalb trägt diese alte Sorte den naheliegenden Namen „Schöner aus Wiedenbrück“. Entdeckt hat sie wohl zu Beginn des 20. Jahrhunderts der ehemalige Wiedenbrücker Bäckermeister Heinrich Dürbusch, der wegen einer Mehlstauballergie zum Gärtnermeister umschulte. Mit wachem Blick und gutem Gespür veredelte er diesen Baum. Der Erfolg gab ihm Recht, erzielte diese Sorte doch bereits 1913 anlässlich der Provinzial-Ausstellung für Westfalen und Lippe als beste Lokalsorte von insgesamt 36 den ersten Preis. Der Apfel zeichnet sich durch seinen guten Geschmack und hohen Ertrag aus, so dass er schnell an Straßenrändern sowie in den Gärten und auf Streuobstwiesen Liebhaber fand. Außerdem ist er wenig anfällig für tierische Schädlinge. Als Apfelmus, Saft oder als Kuchenbelag erfreut er sich großer Beliebtheit. Dies dürfte auch für Bienen zutreffen.

Geliefert wurde der „Schöne aus Wiedenbrück“ vom Gartenbau-Unternehmen und Baumschule Helfgerdt aus Delbrück.

Text: Hermann-Josef Skutnik, Pressewart
Fotos: Doro Höfer