Weltladen Lippstadt

Fachgeschäft für fairen Handel


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Ein Megatrend trifft Lippstadt

Carmen Chao Barbeito und ihren Mann Antonio Lopez

Immer mehr Menschen steigen auf fair-gehandelte Produkte um – seien es Kaffee, Schokolade oder bunt gefärbte Filzuntersetzer oder handgewebte Tücher. Entwicklungsminister Müller hat sogar neulich in einem Interview behauptet, dass Nachhaltigkeit „der neuen Megatrend“ sei.

Auch in Lippstadt zeichnet sich eine ständig wachsende Zahl von Einzelpersonen, Familien und Betrieben aus, die sich von den Vorteilen und von der Gerechtigkeit des fairen Handels überzeugt haben. Zum Beispiel, die Firma ASO GmbH, (Antriebs- und Steuerungstechnik, Lippstadt) bietet sein Geschäftsteam fair-gehandelte Kaffee vom Weltladen in der Marktstraße als Muntermacher in allen seinen werksinternen Kaffeemaschinen an. Sowohl die Geschäftsleitung als auch die gesammelte Mannschaft zeigen sich mit der Qualität des Kaffees und mit der Gewissheit den Kaffeebauern und deren Familien direkt zu unterstützen, hoch zufrieden.

Nach dem Erfolg mit der Kaffee ist die Geschäftsleitung auf die naheliegende Idee gekommen auch die anfallenden Jubiläumspräsente von dem Weltladen-Personal auswählen zu lassen. Die Weltladen Mitarbeiterin Carmen Chao Barbeito und ihren Mann Antonio Lopez sind inzwischen regelmäßig damit beschäftigt eine Auswahl hochwertiger, fair-gehandelter Ware für allerlei Jubiläumsfeiern zusammen zu stellen und bei der Fa. ASO abzuliefern. Die beglückten Empfänger wissen es sehr zu schätzen.

Ein „Megatrend,“ der auch in Lippstadt langsam Feuer fängt?


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Eure Almosen könnt ihr behalten

Maike und Alexander Tschense

(aus dem Gemeindebrief „…im Blick“, Nr. 125 der Evangelischen Kirche in Lippstadt. Feb/März 2018)

Im Jahr 1981 wurde der Ökumenische Initiativkreis Eine Welt e.V. Lippstadt gegründet. Eines der Gründungsmitglieder ist Ursula Ley, die auch heute noch im „Weltladen“ arbeitet, der von Anfang an vom Initiativkreis betrieben wurde. Im Blick traf Ursula Ley und ihre Kollegin Katharina Schulte-Repel, die ebenfalls seit 15 Jahren im Weltladen engagiert ist, zum Gespräch über fairen Handel und die Bewahrung der Schöpfung.

Im Blick: Gab es ein besonders einschneidendes Erlebnis, weshalb Sie begonnen haben, sich zu engagieren?

Ley: Wir waren damals einige Familien, die neu in Lippstadt waren. Unter dem Eindruck der Befreiungstheologie und der 68er-Bewegung wollten wir etwas zusammen machen und die Welt ein bisschen besser machen. Wir wollten, dass es für die Menschen, die nicht auf der Sonnenseite leben, mehr Gerechtigkeit gibt. Durch unsere Art zu leben leben sie schlechter.

Schulte-Repel: Damals gab es in Lippstadt zwei weitere Gruppen, die sich mit dem Thema Gerechtigkeit und fairer Welthandel auseinandergesetzt haben. Zum einen eine Gruppe junger Erwachsener rund um Pfarrer Höpker, und zum anderen eine Jugendgruppe in St. Elizabeth. Nur gemeinsam konnte der Initiativkreis damals Realität werden.

Im Blick: Der Weltladen hatte letztes Jahr 35-jähriges Jubiläum. Was hat sich in der langen Zeit verändert?

Ley: In den ersten Jahren war es sehr mühsam. Es gab lediglich ein paar Stammkunden. Mit der Zeit kamen immer neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu und jeder hat seine eigenen Ideen mitgebracht. Auch das Sortiment hat sich maßgeblich geändert. Zu Beginn gab es im Wesentlichen Kaffee, Tee, Jutetaschen und Bücher. Heute gibt es eine große Bandbreite an Produkten: Geschirr, Schmuck, Kleidung, Dekoartikel und natürlich Kaffee, Tee und Schokolade.

Schulte-Repel: Auch mit jedem der vier Umzüge hat sich viel geändert. Jeder Umzug war mit Aufwand verbunden, hat aber auch neue Energien geweckt und dem Laden einen Schub gegeben. Heute profitieren wir davon, dass wir dieses tolle Ladenlokal haben, in dem wir die Waren optimal anbieten können und das auch von Laufkundschaft frequentiert wird.

Ley: Inzwischen gibt es auch viele Kooperationen mit Schulen oder mit anderen Weltläden in der Region: Schulklassen kommen immer wieder zu uns, wir halten Vorträge oder bieten Seminare an. Besonders eng arbeitet das Stift Cappel Berufskolleg mit uns zusammen, das ja den Titel „Fair Trade Schule“ trägt.

Im Blick: Bei der Gründung trug der Laden noch den Namen „Dritte-Welt-Laden“. Fünf Jahre später wurde er unbenannt zu „Eine-Weltladen“ und weitere vier Jahre später zu „Weltladen“. Was war ausschlaggebend für diese Namensänderung?

Ley: Zum Zeitpunkt der Gründung sprach man bei Ländern wie Nicaragua von der Dritten Welt. Nach heutigem Verständnis ist das diskriminierend. Deshalb hat sich der Name geändert.

Schulte-Repel: Es geht ja darum den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.

Ley: Heute gehört der Laden zum Dachverband der Weltläden. Die letzte Umbenennung, die auch schon 17 Jahre her ist, fand durch den Dachverband statt. Das ist eher eine Marketing-Aktion gewesen. Inzwischen ist der Name aber vertraut und verbreitet bekannt.

Im Blick: Der Weltladen hat in den ersten 20 Jahren viel mehr spenden können als in den letzten 15 Jahren. Können Sie sich einen Grund dafür vorstellen?

Schulte-Repel: Das ist eine schöne Frage. Man muss wissen, dass der Weltladen selbst gar nichts spendet. Er wird vom Initiativkreis betrieben und trägt sich selbst. Über vierzig Ehrenamtliche engagieren sich im Laden und bringen Ihre Qualifikationen in den Einkauf, Verkauf oder die Gestaltung ein. Überschüsse, so es denn welche gibt, investieren wir in den Laden und seine Ausstattung. Die Unterstützung von Projekten, zum Beispiel in Nicaragua, findet durch den Initiativkreis statt.

Ley: Zur Gründung des Ökumenischen Initiativkreises hat jedes Vereinsmitglied ein Prozent seines Gehaltes an den Verein gespendet. Dieses Modell haben wir irgendwann aufgegeben, um offen für jedes neue Mitglied zu sein. Eine sehr große Spende konnten wir 1998 machen. Damals hat  in Nicaragua der Hurrikan Mitch besonders schwer gewütet. Der Initiativkreis hatte dort schon lange konkrete Projekte unterstützt und war somit direkt betroffen. Wir haben dann 100.000 DM (etwa 50.000 EUR) gesammelt und gespendet.

Schulte-Repel: Grundsätzlich wäre es uns lieber, wenn es die Spenden nicht bräuchte. Würden die Menschen in den Erzeugerländern fair entlohnt, müssten wir nicht in den Brunnenbau oder andere Projekte finanzieren. Dann könnten sie das aus eigenen Mitteln leisten. Das spiegelt sich auch im Motto „Eure Almosen könnt ihr behalten, wenn ihr gerechte Preise zahlt“ wider. So weit ist es aber leider noch nicht.

Im Blick: Auch in Supermärkten gibt es inzwischen „Fair-Trade“ –Produkte. Ist das eine Konkurrenz für Sie?

Schulte-Repel: Nein. Immer mehr Menschen möchten heute Produkte kaufen, bei deren Herstellung Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden. Wenn durch das Angebot der Supermärkte mehr Kunden diese kaufen, ist das positiv. Meistens gibt es dort allerdings nur eine begrenzte Auswahl.

Ley: Im Grunde müsste es doch unser Ziel sein, uns überflüssig zu machen. Das würde schließlich bedeuten, dass alle Produkte fair gehandelt und die Menschen vor Ort ordentlich behandelt werden. Die GEPA als unser Betriebspartner achtet ja auch darauf, dass Gesundheits- und Umweltstandards eingehalten werden. Es ist auf jeden Fall besser, ein Kunde kauft ein oder zwei faire Produkte regelmäßig als gar nicht. Wo er die dann kauft, ist doch egal. Es gibt auch einen Schulkiosk, der unsere Produkte anbietet und die Schokoriegel zum selben Preis anbietet wie die konventionellen auch.

Im Blick: Stellen Sie den Weltladen in Verbindung mit Gott und den Erhalt der Schöpfung?

Ley: Bewahrung der Schöpfung, Frieden und Gerechtigkeit; Das hängt doch alles zusammen. Es kann nur Frieden geben, wenn es Gerechtigkeit gibt. Und die Zerstörung der Umwelt wird nur enden, wenn die Menschen zusammen arbeiten.

Im Blick: Wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.


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Projekt: „Flüchtlingen ein Gesicht geben“

AWO Unterbezirk Hochsauerland/Soest hat uns informiert, wir geben das gerne weiter:

Unterstützen Sie das Projekt „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ bei Crowdfunding https://www.startnext.com/gesicht-geben  vom 9.4.-9.5.2018FeGg

Die Gruppe „Migranten mischen mit (MMM)“ des Jugendmigrationsdienstes der AWO hat ein Projekt mit dem Titel „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ entwickelt.

Das Projekt beinhaltet eine Fotoausstellung und ein einstündiges Bühnenprogramm, welches Aussagen und Beiträge von jungen Geflüchteten zu ihrem Leben in ihrem Herkunftsland, ihrer Flucht und ihrem Leben in Deutschland auf bewegende, authentische und ausdrucksstarke Art und Weise wiederspiegelt.

Durch die bisherigen Präsentationen in Lippstadt, Gevelsberg, Berlin und Ungarn konnten bisher über 2000 Menschen erreicht werden, und es sollen mehr werden! Gleichzeitig möchten wir auch an den Orten, an denen das Projekt zukünftig gezeigt wird, Jugendliche mit einbeziehen. Sie werden ihre eigenen Beiträge entwickeln und dann gemeinsam mit der Gruppe „MMM“ diese im Rahmen des Bühnenprogrammes präsentieren. Dadurch können sie ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Emotionen und Erlebnisse zum Ausdruck bringen.

Die bisherigen Resonanzen (Auszeichnung mit dem Integrationspreis der Sozialen Stadt und dem Bündnis für Demokratie und Toleranz im Jahr 2017) waren überwältigend und es haben uns bereits viele Menschen und Organisationen angefragt, das Projekt auch in ihrer Stadt zu präsentieren. Dies scheitert leider meistens daran, dass ein solches Vorhaben mit Kosten verbunden ist, die von den Einladern selbst (in der Regel finanzschwache Träger, Vereine, Organisationen, Privatpersonen, Jugendzentren,) nicht geleistet werden können. Je nach Örtlichkeit entstehen Fahrtkosten, Verpflegungskosten, Übernachtungskosten und Honorar für externe Musiker, Theaterpädagogin und Mediendesigner/Techniker.

Mit Ihrer finanziellen Unterstützung könnten wir unser Projekt über die Grenzen von Lippstadt weiterführen und damit auf breiter Ebene zu einem positiven Klima zwischen geflüchteten Menschen und Einheimischen beitragen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann informieren Sie sich unter dem Link: https://www.startnext.com/gesicht-geben


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Besuch von Michael Sommer von El Puente im Weltladen Lippstadt.

links nach rechts: Carmen Chao Barbeito, Doro Höfer, Katharina Schulte-Repel und der Referent von El Puente, Michael Sommer.

Von links nach rechts: Carmen Chao Barbeito, Doro Höfer, Katharina Schulte-Repel und der Referent von El Puente, Michael Sommer.

Am Donnerstag den 01. März 2018 – pünktlich zum Frühlingsanfang, aber bei streng winterlichen Außentemperaturen – genoss das Weltladen-Team einen aufmunternden Vorgeschmack vom Sommer, nämlich den Michael Sommer, Verkaufsexperte von der Fair-Trade-Importorganisation „El Puente“.

Michael Sommer verstand es blendend seine Zuhörerinnen und Zuhörer für sein Thema zu begeistern. Mit einer gut durchdachten Präsentation und mit viel Witz und anekdotenreichen Beispielen sorgte er für eine lockere und informative Atmosphäre, in der alle eingeladen waren, Kommentare, Bemerkungen und eigene Erfahrungen aus dem Weltladenalltag beizusteuern.

Dem Anfang galt die Einführung neuer Ware aus der El Puente Kollektion. Darunter handgewebte Schals von hoher Qualität, ausgefallener Schmuck und verschiedene kunstvoll angefertigte Deko-Gegenstände.

Gleichwohl zur Demonstration als auch zur willkommenen Erfrischung wurde danach ein Wein gereicht, der sich hervorragend mit einer zart-bitteren Schokolade oder mit einem pikanten Dip kombinieren ließ.

Die Präsentation umfasste Themenbereiche wie „Positive Einkaufsatmosphäre“, „Umgang mit Reklamationen“ und was für Heiterkeit sorgte: Umgang mit regaltreuen Artikeln (Ladenhüter!).

Zum Schluss fasste Michael Sommer seinen Vortrag in „10 Gebote für Verkäuferinnen und Verkäufer im Weltladen“ zusammen, die hier zum Nachdenken und Einprägen nachgeheftet werden. Besonders das Gebot 10: „Das Ehrenamt ist keine Entschuldigung für Nichtwissen“ hat bei Vielen einen empfindlichen Nerv getroffen.

Der Vortrag trug viel dazu bei ein Gefühl des Eingebunden Seins in eine größere Bewegung der Weltläden und des Fairen Handels zu bestätigen. Allein die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer zeigten dass dieses Anliegen immer wieder angesprochen werden muss.

 

10 Gebote für Verkäuferinnen und Verkäufer im Weltladen

 


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Ausflug des Initiativkreises „Eine Welt“ zum Kiebitzhof in Gütersloh

Zur Pflege der „Betriebsamkeit“ haben wir, die Mitarbeiter/-Innen des Ökumenischen Initiativkreis „Eine Welt“ e.V. Lippstadt auch in diesem Jahr einen gemeinsamen Ausflug unternommen.

Dieses Jahr ging es am Samstag, den 14.10.2017 zum Kiebitzhof in Gütersloh. Dort wurden wir von der Geschäftsführerin Frau Tichy empfangen und durch eine Führung des Hofes (Landwirtschaft, Gärtnerei) begleitet. Auf dem Bioland-Hof arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung im Team zusammen. Alle tragen Verantwortung ganz nach ihren persönlichen Stärken.

Anschließend haben wir unter der Leitung von Frau Tichy, eine Herbstsuppe, ein Chutney und Brot hergestellt und dabei viel über gesunde Ernährung erfahren. Danach konnten wir den Bioladen besichtigen und bei Kaffee und Kuchen entspannen.

Für den Nachmittag war auch noch eine Besichtigung des Kiebitzhof angeschlossenen -inklusiven -Klettergartens „grenzenlos“ vorgesehen.

Alles im allem wieder ein tolles Ereignis. Sehr informativ und wie immer mit viel Spaß!

Wer neugierig geworden ist, hier der link zum Kibitzhof:

http://www.kiebitzhof.de