Peter Trabners ‚Das Leben des Diogenes. Alles für die Tonne‘ in der Brüderkirche
Peter Trabner gastierte auf Einladung des Klimabündnis Lippstadt und der Fairtrade Town Lippstadt Gruppe mit dem von ihm geschriebenen Theaterstück ‚Das Leben des Diogenes. Alles für die Tonne‘ in der Brüderkirche und zog die Zuschauer mit seiner fulminanten Darstellung in seinen Bann.

Trabner inszenierte auf mitreißende Weise das Leben des Diogenes, indem er immer wieder Personen aus dem Publikum auf die Bühne holte und ihnen verschiedene Rollen zuwies. Alltagssprache mit pointiertem Humor wechselte mit überlieferten Zitaten und Vergleichen aus Diogenes Leben. Trabner schaffte auch mit Improvision eine lebendige Begegnung mit dem antiken Philosophen, der um 412 v.Chr. geboren in Athen lebte und setzte dessen Kritik an der damaligen Gesellschaft in Beziehung zu unserer heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft. So waren beispielsweise die Eltern von Diogenes so vertieft in ihr Tablet und ihr Smartphone, dass sie gar merkten, dass ihr Sohn sein Elternhaus in Sinope verlassen hatte, um nach Athen zu ziehen und dort mit seiner Lebensweise in einer Tonne die Gesellschaft aufzumischen.
Im weiteren Verlauf steigert Trabner sich immer mehr in einen nicht enden wollenden Konsumrausch und führt dem begeisterten Publikum so auf dramatische, zuweilen aber auch komische Weise vor Augen, wie das ‚Immer mehr und immer schneller‘ uns gefangen nimmt und so das Potenzial hat, uns von den wirklich wichtigen Themen unseres Lebens abzulenken und damit nicht nur der Umwelt großen Schaden zuzufügen, sondern auch unser menschliches Miteinander zu zerstören.
Text und Bild: Margot Bell
Bildunterschrift: Dr. Markus Höfer, gerade noch in der Rolle von Alexander dem Großen wurde hier zum Schreiber, der die unzähligen Wünsche von Peter Trabner notieren sollte.
