Weltladen Lippstadt kritisiert Ausbeutung im Handel mit Bananen und Mangos
Motto: Fair Fruchtet! Faire Preise für Alle!
Am 9. Mai von 10 bis 14 Uhr kritisiert der Weltladen Lippstadt mit verschiedenen Aktionen die Missstände auf vielen konventionellen Obst-Plantagen. „Für die Produzenten und Produzentinnen bedeutet der Obstanbau oft harte körperliche Arbeit, niedrige Löhne und befristete Verträge. Viele Plantagen gehören internationalen Konzernen, die hohe Gewinne erzielen. Am Anfang der Lieferketten bleibt aber nur wenig bei den Produzenten und Produzentinnen hängen“, erläutert Margot Bell, Vorsitzende des Weltladens Lippstadt. Deswegen auch das Motto: „Fair Fruchtet! Faire Preise!“
Die internationale Obstproduktion ist ein Milliardengeschäft, doch profitieren vor allem wenige große Handelskonzerne. In Deutschland kontrollieren vier Unternehmen rund 85 Prozent des Lebensmittelmarktes – mit gravierenden Folgen für Obstproduzenten und Produzentinnen weltweit. Diese Marktmacht setzt Lieferanten massiv unter Preisdruck – häufig so stark, dass Produktionskosten kaum gedeckt sind.
„Wir fordern menschenwürdige Arbeitsbedingungen und eine gerechte Wertschöpfung entlang der Lieferketten. Das bedeutet konkret: faire Preise, Transparenz und partnerschaftliche Handelsbeziehungen“, führt Doro Höfer vom Weltladen-Team aus.
Der Weltladen lädt an dem Tag Interessierte zu interaktiven Spielen ein wie z.B. zum Thema: Was ist gerecht – und was wäre fair? Außerdem bietet er eine Verkostung von Mangos und fairen Bananen an. Samstag 10 bis 14 Uhr vor dem Weltladen.
Zusätzlich können Interessierte wieder „das gefairt“ mit dem Verkauf von fairer Kleidung aufsuchen.
Bundesweit machen 300 Weltläden am 9. Mai gemeinsam auf die Missstände konventionell betriebener Obstplantagen aufmerksam.
Text: Hermann-Josef Skutnik
